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Von Ubon Ratchathani nach Surin

Auch heute hieß es wieder früh aufstehen, da auf der nächsten Etappe viele Sehenswürdigkeiten auf uns warteten und wir auch noch mal einen Teil der Strecke zurückfahren mussten, da wir gestern aufgrund der einsetzenden Dunkelheit nicht alle Punkte anfahren konnten.

Dadurch erreichen wir bereits gegen 9:30 Uhr den Nationalpark “Pha Taem“ und gefühlt waren wir die Ersten die das Eingangsportal des Parks nach Entrichtung des Eintrittspreises (400 Baht für Ausländer, 40 Baht für Thailänder und 30 Baht für das Auto) durchquerten. 

So war es dann auch. Am ersten Viewpoint “Sao Chaliang“, bei den pilzförmigen Steinsäulen, war vor uns noch keiner anwesend. Später oben auf dem Plateau mit den ungewöhnlichen Rissen im Fels, kam ein Paar aus Minnesota hinzu, welches uns dann auch beim Fotografieren behilflich sein konnte.

Der nächste Aussichtspunkt am Visitor-Center von “Pha Taem“ war dann das Felsplateau mit der Steilklippe und einem atemberaubenden Blick auf den Mekong.

“Phae Taem“ mit Blick auf den Mekong

Dann sind wir über einen Trail zu einem der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten von “Pha Taem“ gegangen. Unterhalb der Klippe befinden sich circa 300 Felszeichnungen deren Alter auf 3.000 bis 4.000 Jahre geschätzt werden und damit wohl die größte Sammlung von Felszeichnungen weltweit sein dürfte. Auf den alten Zeichnungen sind Utensilien zum Fischfang, Menschen und Tiere (Elefanten, Fische, Hunde) zu erkennen.

Aber allein die steile Felsenklippe war aus dieser Perspektive schon sehr beeindruckend.

Nach dem Nationalpark machten wir uns auf dem Weg in Richtung Provinzhauptstadt Surin. 

Bei der Fahrt über Land konnten wir viele Maniokfelder sehen die gerade angepflanzt  und auch abgeerntet wurden. Leider sahen wir auch immer wieder Felder die von den Bauern abgebrannt wurden und daher erheblich zu der Luftverschmutzung und Smog beitrugen.

Als Nächstes legten wir einen kurzen Zwischenstopp an den Tempel “Wat Thep Prasat Sa Kamphaeng Noi“ in Khayung ein. Hierbei handelt es sich um eine Khmer Tempelanlage aus dem 13. Jahrhundert.

Nur circa 30 Minuten entfernt kam dann direkt der nächste kleine Tempel den wir uns anschauten. Sein Name “Wat Prasat“ in Huai Thap Than.

Kurz vor dem Ziel unserer heutigen Etappe besuchten wir dann noch den Tempel “Wat Prasat Sikhoraphum“ in Ranang, nicht weit entfernt von der Stadt Surin.

Die Bauzeit dieses Khmer-Tempels lässt sich auf die Angkor-Wat-Periode des frühen 12. Jahrhunderts schätzen. Die Tempeltürme sind von einem Wassergraben umgeben. Diese Bauform ist für Khmer-Tempel in Thailand einmalig und hat eine kosmologische Bedeutung, die ansonsten nur bei wichtigen Staats-Tempeln wie z.B. in Angkor Wat vorgefunden werden kann.

Der Wassergraben hatte aber auch fototechnisch für mich einen Reiz. Ausnahmsweise habe ich bei den Bildern mal einen Drama-Filter hinterlegt, weil es sehr gut zu der Stimmung passte.

Bevor wir uns dann vor Einbruch der Dunkelheit zu unserem Quartier “Seven Bee Boutique Hotel“ in Surin begaben, machten wir noch einen kurzen Abstecher an einen See und auf einen lokalen, aber relativ großen Markt.

Von Sakon Nakhon nach Ubon Ratchathani

An diesem Morgen ging unsere Fahrt erst einmal weiter durch das Landesinnere des Isaan. Geprägt ist der Isaan durch viel Landwirtschaft, mit Kuh- und Wasserbüffelherden, Reis, Maniok, Zuckerrohr und sonstigem Gemüseanbau. Die Einwohner auf dem Land leben unter teils noch sehr einfachen und manchmal ärmlichen Bedingungen, begegneten uns aber durchweg freundlich und neugierig. Auch hatten wir keine Scheu, in selbst den kleinsten Orten, die landestypische Küche auszuprobieren. Wobei ich gestehen muss, dass ich manches erst gar nicht probieren konnte, da es zu scharf war. Selbst Jom als Thailänderin hatte manchmal ihre Grenzen bei dem Schärfegrad erreicht.

Unser erstes Ziel am heutigen Vormittag war der, auf einem kleinen Berg und wieder nahe am Mekong gelegene, Tempel “Wat Roi Phra Phutthabat Phu Manorom“ in Si Bun Rueang. Schon als wir die Provinzhauptstadt Mukdahan passierten, sah man von weitem den großen, weißen Buddha oben auf dem Berg thronen.

Oben beim weißen Buddha angekommen sahen wir, dass dieser erst vor kurzem fertig gestellt wurde. Im Inneren der großen Buddha-Statue waren die Arbeiten noch im vollen Gange. Man kann allerdings jetzt schon erahnen wie prachtvoll das Innenleben einmal sein wird. So wie es aussieht, kann man später auch weiter hinauf in den Körper des Buddha steigen.

Zudem hat man von der Terrasse der Plattform, auf der der Buddha steht, auch hier wieder einen hervorragenden Blick auf den Mekong und das umliegende Tal.

Vom Tempel aus ging es nun weiter zum, nur einen Katzensprung entfernten, Nationalpark “Phu Pha Thoep“, der auch unter dem Namen “Rocky Mountains von Thailand“ bekannt ist. Der Nationalpark besticht durch ungewöhnlich erodierte Felsformationen die zum Teil Pilzen oder Tempeln ähneln. Wir mussten hier 30 Baht an Parkgebühren für den PKW bezahlen, der Eintritt für Ausländer betrug 200 Baht und 20 Bath für Thailänder.

Den Park kann man durch einen schönen Rundweg erkunden, der auch ungeübten entgegenkommt. Allerdings sollte man bei dem Rundgang die Hitze nicht unterschätzen, genügend Wasservorrat mitnehmen und im besten Fall festes Schuhwerk tragen.

Unsere heutige Tagesroute sollte uns jedoch zu noch weiteren spektakulären Felsformationen führen. Erst einmal ging es jedoch ein wenig weiter über das Land, wo wir einen auch eher etwas ungewöhnlichen Tempel, den „Wat Bung Khi Lek“ sahen.

Reisfelder soweit das Auge reicht

In der Mittagszeit kamen wir dann in “Sam Phan Bok“ an und auch hier war wenig los. Hierbei handelt es sich um das größte Felsenriff am Mekong. Vor Ort hatten wir dann die Wahl nur mit einem Pick-up in das teilweise ausgetrockneten Flussbett nahe des Felsenriffes gefahren zu werden und auf eigene Faust die Gegend zu erkunden oder auch noch einen Guide dazu zunehmen. Wir entschieden uns für die zweite Variante, was ich auch jedem empfehlen würde, da der Guide einem die interessantesten Sachen zeigt und schnell dorthin bringt. Und die junge Dame die uns als Guide begleitete kannte sich in dem Felsenriff nicht nur sehr gut aus, sondern war auch noch eine geübte Fotografin im Umgang mit meinem iPhone.

“Sam Phan Bok“ (zu deutsch: die 3.000 Löcher) wird auch als der Grand Canyon Thailands bezeichnet. Warum 3.000 Löcher, seht selbst:

Hier gab es wieder unzählige Fotomotive und manchmal fühlte man sich wie auf dem Mond. Einfach eine überwältigende Landschaft.

Wer genug Zeit hat, kann auch eine Bootstour auf dem Mekong von diesem Ort aus machen. Da dies aber zwischen 1,5 und 2 Stunden in Anspruch nimmt, haben wir darauf verzichtet, da wir uns an diesem Tag noch andere Sachen in der Provinz Ubon Ratchathani anschauen wollten.

Die gut knappe Stunde mit unserem Guide und dem Pick-up-Transfer kostete uns 400 Baht. Ich weiß nicht ob es daran lag dass nur wenige Touristen vor Ort waren, aber preislich wurde es uns selbst überlassen was wir für die Tour zahlen wollten.

Schön war auch, dass wir Zeit hatten mit der Drohne ein paar Aufnahmen zu machen. Aus der Vogelperspektive sieht das ganze noch viel beeindruckender aus.

Nach der Tour durch das Felsenriff erfrischten wir uns kurz mit einem leckeren Kokosmilch-Mix-Getränk (Nam Maphao Phan Nom Sod) und fuhren dann weiter in die Stadt Khong Chiam um den Tempel “Wat Tham Khua Sawan“ bei perfekt zum fotografieren, tiefstehender Sonne zu besichtigen. 

Danach fuhren wir weiter zum Tempel “Wat Khong Chiam“ wo der Zusammenfluss von Moon-River und Mekong erfolgt. Der Punkt, wo sich die beiden Flüsse vereinigen nennt sich „Zwei-Farben-Fluss“, denn je nach Fließrichtung und Wasserstand können normalerweise deutlich die unterschiedlichen Verfärbungen der zwei Flüsse beobachten werden. Leider war der Wasserstand aufgrund der Trockenheit zu niedrig, so dass wir dieses Phänomen nicht mitverfolgen konnten.

Bei einsetzender Dämmerung und später schönem Sonnenuntergang fuhren wir weiter zu unserem heutigen Hotel in die Provinz-Hauptstadt Ubon Ratchathani. Bevor wir dort ankamen versorgten wir uns noch auf einem lokalen Markt für unser Abendessen.

*Werbung* Als wir dann in unserem Hotel “Nartsiri Hotel & Residence“ am Abend in Ubon Ratchathani eincheckten, trauten wir unseren Augen kaum, dass wir über das Vergleichsportal Check24 ein solches Schnäppchen gemacht hatten. 

Auf der Buchungsbestätigung stand tatsächlich nur 17,87 EUR inklusive Frühstück für 2 Personen, kostenfreier Parkplatz und gratis Wasserflaschen auf dem geräumigen Zimmer. Was will man mehr?

Von Chiang Khan nach Bueng Kan

Diesen Tag begannen wir recht früh, da wir den Mönchen am Morgen Opfergaben direkt auf der Straße an unserem Hotel übergeben wollten. Da wir sowieso früh auf unsere nächste Etappe starten wollten, kam uns das ganz gelegen.

Nachdem die Mönche gegen 7 Uhr die Opfergaben entgegengenommen hatten, nahmen wir unser Frühstück im Hotel ein und brachen kurz darauf auf.

Der größte Teil unseres weiteren Routenverlaufes, bis zur nächsten Stadt Nong Khai, ging größtenteils am Mekong entlang.

Dort trafen wir dann auch bei einem kurzen Fotostopp auf ein Ehepaar aus Kanada, die mit einem Tandem (Liegesitz-Sattel-Kombination Modell PINO, lustigerweise von dem deutschen Fahrradhersteller HASE BIKES) Thailand durchquerten. Bereits jetzt hatten sie schon etwas mehr wie 2.700 Kilometer auf ihrem Tacho, Hut ab!

Unseren nächsten größeren Stopp vor Nong Khai planten wir an dem Tempel “Wat Pha Tak Suea“ bei Pha Tang ein, an dem kürzlich eine gläserne Skywalk-Plattform fertiggestellt wurde. Von dort aus hat man einen schönen Blick hinab auf den Mekong und das gegenüberliegende Grenzgebiet von Laos.

Bevor wir Nong Khai erreichten, machten wir einen Halt für ein kleines Mittagessen an einer Garküche am Straßenrand in Ban Mo, welches von Schülern einer nahegelegenen Schule gut besucht war. Wir bestellen zwei Nudelsuppen die sehr lecker waren. Generell kann man sagen, dass die kleinen Garküchen die gut besucht sind, bisher nie ein Reinfall für uns waren.

Kurz nach dem Mittagessen erreichten wir dann auch die Stadt Nong Khai, von der ich aber mehr erwartet hatte und eher enttäuscht war. Daher auch nur ein Foto von der jedoch recht schön gestalteten Uferpromenade.

Uferpromenade von Nong Khai

Da das eigentliche Ziel in Nong Khai für uns ein anderes gewesen war, war es verschmerzlich dass uns die Stadt selbst nicht so gefallen hat. Wir wollten uns nämlich den Skulpturenpark “Sala Kaeo Ku“ anschauen. Der Eintritt für Ausländer beträgt hier 40 Baht, für Thailänder 20 Baht.

Hier überraschte uns ein sehr schön und sauber angelegter Park im Grünen, mit großen, buddhistischen Skulpturen die ein tolles Fotoobjekt waren.

Nach Nong Khai führte uns der Weg weiter nach Bueng Kan.

Dort war das Hotel “The One“ unser nächstes Übernachtungsquartier. Ein etwas außerhalb von Bueng Kan gelegenes Hotel, mit sehr geräumigen und sauberen Zimmern. Zudem kann man kostenlos das schöne Pool am Hotel nutzen, leider war aufgrund unserer späten Ankunft dieses schon geschlossen. Weiterer Vorteil vom Hotel, direkt nebenan gibt es einen großen Tesco Lotus Supermarkt.

Entlang des Mekong hatten wir auch an einigen Orten die Möglichkeit ein paar Drohnenaufnahmen von der schönen Landschaft zu machen:

Von Phitsanulok nach Chiang Khan

Heute startet unser Roadtrip in den Isaan (Nordosten von Thailand), größten Teils entlang des Mekong. Aber bevor wir die erste Etappe richtig beginnen, haben wir einen Zwischenstopp an den Kaeng Song Wasserfällen eingelegt, die wir entlang der geplanten Route passierten. Da es mitten in der Woche und noch recht früh am Morgen war, waren wir alleine dort. Keine Menschenseele weit und breit, bis auf ein paar Shop-Besitzern. Trotz der allgemeinen Trockenheit, führte der Fluss Wang Thong noch relativ viel Wasser.

Es blieb uns dann auch etwas Zeit meine dji Mavic Mini für ein paar Luftaufnahmen aufsteigen zu lassen:

Die weitere Route von der Provinz Phitsanulok in die Nachbarprovinz Loei, führte uns durch eine landschaftlich sehr reizvolle Gegend. Gemütlich schlängelte sich die Straße durch die hügelige und reichlich bewaldete Region, die in Reiseführern auch gerne mal als “thailändische Alpen“ beschrieben wird. Ganz so hoch geht es hier jedoch nicht. Einen kurzen Kaffeestopp legten wir am Straßenrand gelegenen Café “The Oasis“ nahe der Ortschaft Bo Pho ein. Von der Terrasse des Cafés hatten wir einen herrlichen Panoramablick in die umliegende Landschaft. In der Tat eine Oase der Ruhe, hier kann man es eine Weile zum relaxen aushalten.

Café “The Oasis“ / Bo Pho

Danach fuhren wir weiter Richtung Nordosten, durchquerten dabei einen Teil des Phu-Rua-Nationalparks und stießen dann später automatisch auf den Mekong. Etwas was ich bisher nicht wusste, entlang des Ufers wird viel Tabak angebaut.

Unser Quartier für diese Nacht war das Hotel “Remember Loei Love“ in Chiang Khan, direkt in der Altstadt gelegen, umgeben von alten Holzhäusern in unmittelbarer Nähe des Mekong. Von der Dachterrasse unseres Hotels hatten wir einen tollen Überblick über die kleine Stadt und auch einen direkten Blick auf den Mekong.

Zuerst schauten wir uns die schön angelegte Uferpromenade an. Teilweise hatten die Einwohner direkt ihre Gärten am Ufer des Mekong angelegt und konnten hier Papaya, Salat und Kräuter für den täglichen Bedarf anpflanzen. Zudem konnten wir Jugendlichen beim traditionellen Fischen mit einem Netz zuschauen. 

Danach schlenderten wir durch die Altstadt mit ihren alten Holzhäusern, die teilweise als Hotels oder Geschäfte umgebaut wurden. Die alten Häuser machten einen sehr gemütlichen Eindruck auf uns.

Am Ende der eigentlichen Walking-Street, schauten wir uns noch den Tempel “Wat Sri Khun Muang“ an.

Das eigentliche Treiben in der Altstadt von Chiang Khan bzw. der Walking-Street ging erst nach Einbruch der Abenddämmerung los. Die Einheimischen bauten ihre Essens- und Verkaufsstände auf und die Straße füllte sich langsam mit Touristen. Wir versorgten uns dann auch an diversen Ständen mit Streetfood und konnten uns so durch verschiedenste Speisen probieren.

Den Abend ließen wir dann in der “Miss you bar“ bei einem leckeren “Singapore Sling“ (in Singapur hatten wir es leider versäumt diesen Cocktail zu probieren) ausklingen.

Von der Dachterrasse unseres Hotels konnte ich auch perfekt meine Drohne für ein paar kurze Luftaufnahmen fliegen lassen:

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